Krypto A–Z
Im Krypto A–Z findest du alle wichtigen Begriffe rund um Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie.
Einfach erklärt für Anfänger.
Klicke auf den gewünschten Begriff, wenn du mehr dazu erfahren möchtest.
Ich habe sie alphabetisch sortiert.
Airdrop ist der Begriff für "Geschenk", einen automatisch und ohne Zutun erhaltenen Kryptowert.
Vielleicht hast du diese Belohnung erhalten, weil du eine gewisse Aufgabe erfüllt hast (zB. auf einer Börse mit mindestens 100 $ gehandelt hast) oder weil ein Token in einen anderen gewechselt hat, der alte nichts mehr wert ist und du dafür als Ausgleich einen neuen Token erhalten hast.
Übersetzt heißt Allocation "Zuweisung", ein "zur Verfügung stellen". Das kann zB. der Fall sein, wenn du bei einem ICO-Projekt mitmachst, und durch die Hinterlegung deiner Token eine bestimmte Menge an ICO-Token "zugewiesen" bekommst, die du kaufen darfst.
Altcoin steht für "alternativer Coin" und beschreibt eine andere digitale Währung als der Bitcoin. Also Bitcoin ist quasi das "Original", alle anderen Coins sind "Altcoins".
Im Kryptohandel bezieht sich Arbitrage auf das Ausnutzen des Preisunterschiedes zwischen zwei Börsen. Wenn der Bitcoin beispielsweise an einer Börse für 60.000 Euro und an einer anderen für 60.200 Euro verkauft wird, kann ein Händler die digitale Währung an der ersten Börse kaufen und an der zweiten mit einem kleinen Gewinn verkaufen.
Ein Asset ist ein digitaler Vermögenswert – in der Krypto-Welt sind das digitale Güter wie Kryptowährungen, NFTs oder Token, die als wertvoll angesehen werden und gehandelt werden können.
Um Transaktionen auf der Blockchain automatisch abzuwickeln, braucht es entsprechende Software. Seriöse Anbieter lassen ihre programmierten "Smart Contracts" regelmäßig durch Drittanbieter prüfen. Bei diesem Audit wird der Programmiercode gecheckt und am Ende grünes Licht gegeben, wenn alles korrekt aussieht. Das minimiert für dich das Risiko, dass im Vorgang Programmierfehler oder Sicherheitslücken enthalten sind.
Zur Absicherung von Accounts wird oft das sogenannte 2FA aktiviert. 2FA steht für "two-factor authentication". Diese bietet einen zusätzlichen Schutz vor dem unbefugten Zugriff auf dein Konto. Beim Login gibst du – zusätzlich zu Benutzername und Passwort – den 6stelligen Zahlencode ein, der dir in der entsprechenden App am Handy angezeigt wird. Der Code erneuert sich aus Sicherheitsgründen alle paar Minuten automatisch.
Um 2FA nutzen zu können, brauchst du am Handy eine Authenticator-App, zB. den Google Authenticator oder Twilio Authy.
Wichtig ist, bei der erstmaligen Verknüpfung den am Computer angezeigten QR-Code (und/oder den entsprechenden Buchstaben-Zahlen-Code) GUT zu sichern. Also zB. einen Screenshot zu machen und diesen OFFLINE in einem Notizbuch oder auf einem USB-Stick aufzubewahren. Im Falle eines Defekts oder Verlust des Handys kannst du dich nämlich sonst nicht mehr auf deinem Konto einloggen. Mit Hilfe des gesicherten QR-Codes kannst du die Verknüpfung jederzeit wieder herstellen und den Zugang auf dem neuen Handy freischalten.
Die älteste (2008) und bekannteste Kryptowährung. Und die meines Wissens einzige, die wirklich dezentral – also völllig unabhängig von einem einzelnen Unternehmen oder Institution – ist. Bitcoin-Enthusiasten träumen davon, dass der Bitcoin zur Weltwährung wird und durch die Begrenzung auf 21,7 Millionen keine Inflation stattfinden kann. Ob der Bitcoin diesen Status jemals erreichen wird, werden wir sehen … Zur Zeit ist er noch keine stabile „Währung“, weil der Wert noch sehr volatil ist und – mit dem Euro als Vergleichswert – sehr starke Kursschwankungen hat.
Wer mehr zum Thema Bitcoin wissen möchte, sollte unbedingt auf Youtube beim Blocktrainer vorbeischauen. Roman Reher ist glühender Botschafter des Bitcoin und erklärt auch für Laien verständlich und sehr kurzweilig.
Eine Blockchain ist das Netzwerk, auf dem zB. Transaktionen und digitale Verträge und Daten gespeichert und bewegt werden. Es gibt tausende verschiedene Blockchains, die bekanntesten sind die Bitcoin Blockchain, Ethereum, Tron, Solana, ...
Eine Bridge (Brücke) ist eine Technologie, die es ermöglicht, Werte von einer Blockchain auf eine andere zu übertragen.
Blockchains sind normalerweise nicht direkt miteinander kompatibel. Eine Ethereum-Token-Transaktion funktioniert nicht einfach so auf der Binance Smart Chain oder Solana. Eine Bridge löst dieses Problem, indem sie den Transfer zwischen verschiedenen Blockchains ermöglicht.
Wie funktioniert eine Bridge?
1️⃣ Du sendest Token an eine Bridge (zB. Ethereum → Binance Smart Chain).
2️⃣ Die Bridge sperrt (lockt) deine Token auf der ursprünglichen Blockchain.
3️⃣ Gleiche Menge an Token wird auf der Ziel-Blockchain ausgegeben (wrapped Token).
4️⃣ Beim Rücktransfer passiert das Ganze umgekehrt: Die Wrapped Tokens werden verbrannt, und die ursprünglichen Token werden entsperrt.
Dies ist eine Art Betrug, bei dem Leute, die einen großen Anteil an einem Coin besitzen, andere zum Kauf ermutigen, um den Preis künstlich in die Höhe zu treiben. Sobald der Preis einen Höchststand erreicht hat, verkaufen sie alles, was sie besitzen, und der Preis fällt drastisch.
Als Burning wird der Vorgang bezeichnet, eine Kryptowährung absichtlich zu vernichten, also zu "verbrennen". Dies macht man, um den Wert der Währung hoch zu halten, denn es gilt: Je weniger vorhanden ist, desto höher der Preis. So kann ein Projekt zB. beschließen, dass 10% der verdienten Gebühren geburnt, also vernichtet werden. Damit sinkt die Gesamtmenge der zur Verfügung stehenden Token (Gesamtsupply).
Oft ist Burning in wichtiger Bestandteil in den Regeln (Tokenomics) einer Blockchain.
Circulating Supply (Umlaufmenge) beschreibt die Coins oder Token, die gerade aktiv im Umlauf sind.
Token, die also gerade gestakt sind, werden hier zB. nicht mitgezählt.
Ein Coin ist die "Währung" einer Blockchain. Jede Blockchain hat einen eigenen Coin: Bei Ethereum ist es Ether (ETH), bei Bitcoin Bitcoin (BTC), bei Polygon/Matic ist es MATIC und auf der Pulsechain der PLS. Im Regelfall bezahlt man mit dem Coin die Gebühren, die auf der Blockchain-Netzwerk zB. für Transaktionen anfallen.
Alle anderen Kryptowährungen ohne eigene Blockchain heißen „Token“, sind also auch digitale Werte. Als „Währung“ sind sie nicht anerkannt, deshalb sagt man „Werte“. Es gibt Token mit "Usecase", also einem bestimmten Verwendungszweck, aber auch welche ohne.
DePIN steht für Decentralized Physical Infrastructure Network und bezeichnet ein dezentrales, physisches Infrastruktur-Netzwerk.
Die Ursprungsidee der Blockchain-Technologie war die Dezentralität. Um ein sicheres Netzwerk zu bieten, sollten die Daten nicht zentral gespeichert sein, sondern aufgeteilt auf tausende über die Erde verteilte Nodes (Knotenpunkte). In der Praxis stehen die Computer bei den meisten Blockchains aber gesammelt in wenigen, großen Rechenzentren. Damit ist die Blockchain weg von der Ursprungsidee, sie wird leichter angreifbar und verletzlich.
Bei DePIN-Projekten stellen – statt einem großen Rechenzentrum – tatsächlich viele einzelne Nutzer die Netzwerk-Infrastruktur bereit (zB. Internet, Energie, Sensoren) und erhalten dafür Krypto-Belohnungen. Also nicht nur auf Programmier-Seite, sondern auch physisch DEZENTRAL.
Beispiele für DePIN-Projekte:
- Dezentrales Internet & Telekommunikation: Helium (HNT) → Nutzer stellen Hotspots bereit und verdienen Token für die Abdeckung eines dezentralen IoT-Netzwerks.
- Dezentrale Energie-Infrastruktur: Power Ledger (POWR) → Ermöglicht Peer-to-Peer-Handel mit erneuerbarer Energie.
- Dezentrale Cloud-Speicherlösungen: Filecoin (FIL), Arweave (AR) → Nutzer stellen Speicherplatz bereit und verdienen Token.
- Dezentrale Karten & GPS-Systeme: Hivemapper (HONEY) → Nutzer erfassen Kartendaten und werden für ihre Beiträge belohnt.
Beispiel aus meinem Erfahrungsschatz:
Auch bei der LayerK-Blockchain haben die Teilnehmer physische Geräte bei sich zuhause stehen, die zusammen das Blockchain-Netzwerk bilden. Als Belohnung für meine Teilnahme erhalte ich täglich Token ausbezahlt. Magst du auch – ohne Vorkenntnisse und Zeitaufwand – mitmachen?
Mehr zu dieser Möglichkeit
Wird englisch ausgesprochen als: "Di-Äpp". Eine dApp ist ein Programm (App), das nicht am Computer oder Handy, sondern auf der Blockchain läuft. Über eine dApp kann man (dezentrale) Finanzdienstleistungen in Anspruch nehmen, zB. einen Kredit vergeben, ein Tauschgeschäft abschließen oder eine Investition tätigen.
DeFi ist die Abkürzung für dezentrale Finanzen. Im Gegensatz zum zentralen Finanzsystem braucht es auf der Blockchain keine Dienstleister wie Banken, Börsen oder Makler. Verträge werden ohne Mittelsmann direkt 1:1 über intelligente Verträge ("Smart Contracts") abgewickelt. Auch, wenn das jetzt sehr technisch klingt: Im Prinzip erfolgt eine Transaktion gleich wie beim Online-Banking: Währung auswählen, Betrag eingeben, Kontonummer des Empfängers eingeben, Transaktion absenden. Und nein: Dein Name wird dort nicht gespeichert. Aber durch das auf Börsen nötige KYC können autorisierte Stellen die Verknüpfung zu dir als Person herstellen.
Da auf der Blockchain jede Transaktion offen einsehbar ist (Datum, Betrag, Absender-Adresse, Empfänger-Adresse, ...) gilt diese Technologie als sehr transparent und sicher. Man muss nur aufpassen, ausschließlich mit seriösen Partnern einen Vertrag abzuschließen.
Wechselstube für Kryptowährungen. Auf einer Exchange (oft auch Kryptobörse genannt) kannst du eine Kryptowährung in eine andere tauschen.
Beim Farming stellt man seine Kryptowährung zur Verfügung, um neue Token als Belohnung zu erhalten.
Beim Yield Farming stellst du deine Kryptowährungen in einem Liquiditäts-Pool (zB. auf einer DeFi-Plattform wie Uniswap, Aave oder SushiSwap) zur Verfügung. Das bedeutet, du "verleihst" deine Token an den Pool, um Handelsaktivitäten oder Kredite zu ermöglichen. Im Gegenzug erhältst du Belohnungen in Form von zusätzlichen Token. Diese Belohnungen können Token einer DeFi-Plattform oder in Form einer prozentualen Gewinnbeteiligung (zB. von Transaktionsgebühren) sein.
Beispiel:
- Du hast ETH und USDC.
- Du stellst diese zwei Token in einem Liquidity Pool auf einer Plattform wie Uniswap zur Verfügung.
- Im Gegenzug erhältst du LP-Token (Liquidity Provider Tokens) und bekommst Belohnungen (zB. Transaktionsgebühren oder native Token der Plattform wie UNI).
Alle unsere heutigen von Regierungen unterstützten Währungen werden als Fiatgeld bezeichnet. Zum Beispiel: Euro, Dollar, Britisches Pfund, … Die Abkürzung FIAT kommt aus dem lateinischen Wort fiat („Es geschehe! Es werde!“)
Eine Gebühr für die Validierung einer Transaktion. In einfachen Worten: Wenn du deine Token auf einer Blockchain von A nach B sendest, zahlst du dafür eine Gebühr für die Benutzung der Blockchain.
Du kannst dir das wie die Autobahnmaut vorstellen: Für die Benutzung der Straße zahlst du an den Betreiber eine Gebühr. Die Gebühr ist aber nicht davon abhängig, wie lange du auf der Autobahn fährst oder wie groß dein Auto ist, sondern: Wie stark die Straße frequentiert ist. Du kannst die Straße zB. nachts benutzen, wenn weniger los ist – und zahlst damit weniger Benutzungsgebühr.
Für jede Blockchain gibt es eine Internetseite, wo du nachsehen kannst, wie hoch die Gebühren gerade sind und wann viel und wann wenig los ist.
Diese Abkürzung stammt ursprünglich aus einer falschen Schreibweise des Wortes “Hold” (Halten). Es beschreibt das Festhalten an Investitionen trotz Preisrückgangs, also eine Kryptowährung trotz Preisrückgang längerfristig zu (be)halten und nicht zu verkaufen.
ICO steht für "Initial Coin Offering", bei dem eine neue Kryptowährung einige Münzen zu einem vergünstigten Preis abgibt, um das Projekt – noch bevor es offiziell an die Börse geht – zu finanzieren. Die Käufer dieser Token haben im Gegenzug die Möglichkeit – wenn das Projekt erfolgreich wird – größere Gewinne mitzunehmen als wenn sie den Token erst später an der Börse kaufen würden.
IPFS steht für Interplanetary File System und bedeutet die dezentrale Abspeicherung von Daten. Computerdateien werden also nicht nur an einem Ort (zB. auf deinem Computer) und vielleicht noch an einem zweiten Ort (zB. deine Cloud) abgespeichert, sondern mit der Blockchain-Technologie verteilt auf viele verschiedene Orte.
Damit ist die Speicherung sicherer. Werden die Daten an einem Ort gelöscht, verändert oder sind gerade nicht zugänglich, sind sie an zahlreichen anderen Orten trotzdem noch in der "richtigen Version" verfügbar.
Manuelles Traden ist etwas für Profis, die Ahnung von der Materie haben und sich unerschrocken viele Stunden vor den Computer setzen.
Wenn du das nicht möchtest, kannst du aber trotzdem Kryptowährungen handeln und dabei Gewinne machen. Eine Künstliche Intelligenz (KI) kann das für dich völlig automatisiert erledigen. Je nach Anbieter gibt sie dir "Signale", die du dann selbst prüfen und durchführen musst (also doch wieder ein bisschen vor dem Computer sitzen) – oder aber alles ist automatisiert und du musst du einmalig deine Kryptos dort hinterlegen und deine gewünschte Strategie auswählen. Die Software kauft und verkauft für dich dann völlig selbständig zum besten Zeitpunkt, um die bestmöglichen Gewinne mitzunehmen.
Hinweis zum Kostenvergleich: Je nach Anbieter zahlst du neben der Lizenzgebühr einen gewissen Prozentsatz auf jeden einzelnen Trade – oder nur auf die erwirtschafteten Gewinne. Schau genau hin, wenn du KI-Trading-Software vergleichst!
Achtung: Reagiere nicht auf nicht angefragte Werbung, zB. in Telegram, per E-Mail, in WhatsApp, ... bzw. prüfe sehr genau, auf welche "KI" du dich einlässt. Neben den vielen seriösen Plattformen sind hier leider auch sehr viele Betrüger unterwegs.
Eine seriöse Möglichkeit für KI-Trading stelle ich hier etwas ausführlicher vor.
Eine Kryptobörse ist ein Unternehmen, das es Kunden ermöglicht, Kryptowährungen gegen andere Vermögenswerte wie herkömmliches Fiatgeld oder andere digitale Währungen zu tauschen.
Man unterscheidet zentrale und dezentrale Börsen:
An einer zentralen Börse (CEX = centralized exchange) können Nutzer ihr Echtgeld in Kryptowährungen umtauschen.
Zentralisierte Krypto-Börsen agieren wie echte Börsen und organisieren den Handel zwischen Käufer und Verkäufer.
In der Regel agieren zentrale Börsen unter behördlicher Aufsicht und haben umfangreiche Know-Your-Customer-Richtlinien (KYC) integriert.
Eine dezentrale Börse (DEX = decentralized exchange) ermöglichst den Handel zwischen zwei Parteien, ohne dabei auf einen Mittelsmann angewiesen zu sein. Die Nutzer handeln auf der Plattform direkt und anonym.
Im Gegensatz zu einer zentralen Börse werden keine Kryptowährungen verwahrt. Um eine DEX nutzen zu können, wird eine eigene Wallet wie zB. Metamask oder Rabby benötigt.
KYC heisst “know your customer” (Kenne deinen Kunden). Unternehmen, die digitale Token verkaufen oder halten, müssen die Identität ihrer Kunden überprüfen, um das Geldwäscherisiko zu minimieren. Dabei gibt man seinen Namen, Adresse und ggf. auch Informationen zur Herkunft des gehandelten Geldes an.
Auf einem Launchpad kannst du Token VOR ihrer Listung an einer Börse kaufen. Also zu einem sehr frühen Zeitpunkt. Der Tokenpreis ist dann meistens sehr niedrig – und die Option, dass er steigt, sehr hoch. Eine große Chance. Aber auch ein großes Risiko, weil du die "guten" Token mit Potential erkennen musst. 99,9% sind nämlich Schrott und verschwinden nach dem Launch (= Listung auf einer Börse) im Nirvana.
Deshalb ist es vor dem Kauf deine Aufgabe, den Token und alles drumherum zu prüfen. Die wichtigsten Infos findest du im Whitepaper des Projekts. Du solltest Recherchen zum Team, dem Usecase des Tokens, den Tokenomics und generell zum Projekt an sich machen, um eine gute Einschätzung zu treffen.
Es gibt auch ein Launchpad für Anfänger, wo die Token bereits vorab von einem Expertenteam geprüft und für gut befunden wurden.
Damit sinkt das Risiko, und du kannst recht schnell entscheiden, ob du den Token kaufen möchtest.
Blockchains können auf zwei Arten programmiert sein:
- 1. Als völlig eigenständige Blockchain, man beginnt quasi "mit einem weißen Blatt Papier" und erstellt sie von Null auf selbst (= Layer 1)
- 2. Man nutzt eine bestehende Blockchain – und programmiert die gewünschten Funktionen und Erweiterungen dazu, damit sie den eigenen Wünschen und Bedürfnissen entspricht. (= Layer 2)
Vorteil einer Layer 1 Blockchain ist im Regelfall, dass sie sehr sicher, unabhängig und dezentral ist. Der Nachteil ist, dass sie eher langsam und teuer ist.
Beispiele dafür sind Bitcoin, Ethereum oder Solana.
Vorteil einer Layer 2 Blockchain ist die hohe Flexibilität, was die Nutzungsmöglichkeiten angeht. Sie ist schneller und günstiger. Durch die nötige Verbindung zu einer Layer 1 Blockchain können diese aber an Sicherheit einbüßen und sind weniger dezentral.
Beispiele sind Lightning Network für Bitcoin oder Arbitrum für Ethereum.
Wenn du einen Kryptotoken in ein anderen tauschen möchtest, braucht es zwei: Einen, der verkaufen möchte und einen, der kaufen möchte. Um das abzuwickeln gibt es sogenannte "Orderbücher", in dem jeder seinen Wunsch platziert – und sobald das passende Gegenstück gefunden ist, wird der Tausch automatisch ausgeführt. Je nach Einstellung "sofort" (Marketorder) oder auch etwas zeitversetzt (Limitorder). Das ist der Vorgang auf zentralen Börsen (CEX).
Auf einer dezentrale Börse (DEX) funktioniert das anders:
Menschen oder Unternehmen, die viele Token zur Verfügung haben, stellen diese in einem Liquiditätspool zur Verfügung. Das erfolgt immer als "Liquiditätspaar", zB. SOL/USDT oder SOIL/WPLS. Über diesen Pool kann man dann also nur exakt diesen einen gegen den anderen Token tauschen.
Dabei gibt es keinen einheitlichen Kurswert, sondern jeder Pool hat seinen eigenen Kurs.
An diesen Liquiditätspools kannst du also in zweifacher Hinsicht teilnehmen:
- Tausch von Token auf einer dezentralen Börse.
- Verleihen / zur Verfügung stellen deiner momentan nicht benötigten Token in einem Liquiditätspool. Als Gegenleistung teilt die Plattform ihre Einnahmen mit dir. Siehe Farming.
Es gibt viele verschiedene Varianten von Liquiditätspools und jede Plattform hat unterschiedliche Regeln und Möglichkeiten.
Der Begriff Liquidity (Liquidität) im Kryptobereich beschreibt, wie einfach du einen Vermögenswert (zB. eine Kryptowährung) kaufen oder verkaufen kannst, ohne dass der Preis stark schwankt.
Hohe Liquidität bedeutet, dass du Coins kaufen/verkaufen kannst, ohne lange zu warten. Wenn viele Käufer & Verkäufer aktiv sind, bleibt der Preis stabil.
Woher kommt die Liquidität?
- Liquidity Pools (DeFi) – Nutzer stellen Liquidität bereit, um den Handel in dezentralen Börsen (DEX) zu ermöglichen.
- Orderbücher (CEX) – Zentrale Börsen (zB. Binance) haben viele Käufer & Verkäufer, was hohe Liquidität schafft.
Mehr Liquidität = stabilere Märkte & bessere Handelsmöglichkeiten.
Der Begriff Market Cap (mcap) steht für Marktkapitalisierung und beschreibt den Gesamtwert einer Kryptowährung.
Market Cap = Preis x Umlaufmenge
Wenn eine Kryptowährung also zB. 10 Millionen Coins im Umlauf hat und der Preis pro Coin 10 Dollar beträgt, dann ist die Market Cap 10 Millionen × 10 = 100 Millionen Dollar.
Die Market Cap zeigt die Größe eines Coins – höhere Market Cap bedeutet oft mehr Stabilität.
Market Cap-Kategorien in Krypto:
🏦 Large Cap (>10 Mrd. $) – Bitcoin, Ethereum (sicherer, stabiler).
📈 Mid Cap (1–10 Mrd. $) – Solana, Avalanche (wachsend, aber volatiler).
🚀 Low Cap (<1 Mrd. $) – Neue, riskante Coins mit hohem Potenzial.
Die Market Cap zeigt den Gesamtwert einer Kryptowährung und hilft, Coins miteinander zu vergleichen. Je höher, desto stabiler – aber große Gewinne sind oft bei kleineren Market Caps möglich. 🚀
Max Supply (Maximales Angebot) beschreibt die maximale Menge an Coins oder Token, die jemals existieren wird (zB. Bitcoin: 21 Mio.).
Ein Meme-Coin (englisch gesprochen: "Miem-Coin") ist ein Spaß-Token. Es liegt im Regelfall kein Verwendungszweck (Usecase) dahinter, sondern dient einfach nur zur Freude, zum Ausdruck einer bestimmten Einstellung oder Stimmung.
Solche digitalen Münzen leben im Regelfall von einem süßen Tier-Icon und einer netten Geschichte, die jemand dazu erzählt. "Nett, aber nix dahinter" würde ich sagen.
Trotzdem: Wenn ausreichend viele Menschen den Token super finden und ihn kaufen, können diese im Wert sehr stark ansteigen. Shiba Inu hat zB. viele Hunderttausend Prozent an Wert zugelegt. Aber da Meme-Coins für keine bestimmte Aktion (zB. Bezahlung von Transaktionen auf einer Blockchain) gebraucht werden, leben sie ausschließlich von den Menschen, die den Coin gut finden. Wenn der Hype vorüber ist, fällt der Kurs wieder in den Keller.
Bekannte Beispiele sind Dogecoin (DOGE), Pepe Coin (PEPE), Shiba Inu (SHIB).
Als Bitcoin-Mining wird der Prozess bezeichnet, mit dem neue Bitcoins in Umlauf gebracht werden. Man könnte sagen, die moderne Form, Gold zu schürfen. Das Mining wird mit sehr hoch entwickelten Computern durchgeführt, die äußerst komplexe mathematische Rechenprobleme lösen.
Üblicherweise braucht dieser Prozess sehr viel Strom – der allerdings zu einem großen Teil bereits "grün" ist. In Ländern mit stark schwankendem Stromverbrauch wird durch das Mining – als positiver Nebeneffekt – das Stromnetz stabilisiert, weil sich die Miner gezielt zu- oder abschalten können.
Minting ist die Weiterentwicklung des Mining. Auch beim Minten werden Krypto-Token in Umlauf gebracht. Sozusagen das Prägen der Münzen aus bereits vorhandenem Gold. Die "Rechenaufgaben", die dabei vom Mintinggerät erledigt werden müssen sind einfacher, und brauchen deshalb wesentlich weniger Strom.
Wenn du ein Mintinggerät bei dir zuhause betreibst, kannst du sogar wählen, welche Art von Strom du dafür verwendest.
Network-Marketing oder auch MLM (Multilevel-Marketing) genannt steht für Empfehlungsmarketing. Ein Unternehmen baut dabei kein eigenes Vertriebsteam oder Filialen auf, sondern stellt nur das Konstrukt und die Infos zur Verfügung und lässt begeisterte Menschen die Idee weitererzählen.
Die Kosten, die es sich dadurch spart, werden in Form von Provisionen an die Empfehlungsgeber weitergegeben.
Tupperware und Amway sind bekannte Beispiele.
Network-Marketing ist im Gegensatz zu einem Schneeballsystem eine bekannte und seriöse Form des Vertriebs.
Viele Unternehmen im Kryptobereich setzen auf diese Form der Vermarktung, weil es Vertrauen und diskrete Begleitung braucht in den Kryptobereich einzusteigen. Dieses könnte eine anonyme, unpersönliche Internetseite zB. nicht leisten.
NFT bildet einen Vermögenswert ab und steht für Non Fungible Token, ist also nicht übertragbar. Du kannst dir das so vorstellen wie einen Besitznachweis, der bestätigt, dass DIR das Haus, das Auto, ... gehört. Der NFT ist also FIX einem Gegenstand, Unternehmen, etc. zugeordnet. Damit ist es möglich, von einem echten Gut (zB. einem berühmten Kunstwerk, das du dir im Ganzen nicht leisten könntest oder einer Aktie, die im Ganzen für dich zu teuer ist) auf einfache Weise nur einen TEIL zu kaufen.
Dabei geht aber aber nicht darum, zB. das Kunstwerk zu besitzen und zuhause das gekaufte Fitzelchen aufzuhängen, sondern an der erhofften Preissteigerung teilzuhaben.
Als Trend für die nächsten Jahre und Jahrzehnte ist die Verknüpfung mit der realen Welt angesagt: Du kannst über NFTs zB. Anteile an einem Sportverein oder einem Unternehmen kaufen. Du benötigst dafür keinen Notar oder Rechtsanwalt, sondern alles wird digital über Smart Contracts abgewickelt.
Nodes sind die Knotenpunkte einer Blockchain. Dort werden Daten gespeichert und Transaktionen verifiziert.
In den meisten Fällen sind das Computer, die in großen Rechenzentren stehen.
Es gibt aber auch Blockchains, die völlig dezentral aufgebaut sind und diese Geräte bei den Menschen zuhause stehen.
Du kannst so ein Gerät kaufen und bei dir zuhause – ohne Vorkenntnisse – aufstellen. Damit wirst du selbst zu einem dieser Knotenpunkte und erhältst im Gegenzug dafür Belohnungen in Form von Token ausbezahlt. Gerne erzähle ich dir mehr zu diesen Mintern.
Eine bestimmte Abfolge von 12 englischen Wörtern (oder mehr), mit denen du jederzeit Zugriff auf deine digitalen Werte hast. Die Passphrase (oder auch Seedphrase genannt) solltest du immer GUT und SICHER verwahren – und NIEMALS an Dritte weitergeben.
Mit der Passprase/Seedphrase kannst du nämlich im Falle des Falles deine Wallet wieder herstellen, falls du zB. einen neuen Computer hast – aber das können eben auch Betrüger, wenn du deine Phrase an sie mündlich weitergibst, sie von deinem Computer gestohlen wird, du den Bildschirm teilst (weil dir jemand bei einem Problem "helfen" will) oder du sie irgendwo eintippst.
Ein Pre-Launch bezeichnet die Phase, in der ein Krypto-Projekt oder Token vorbereitet wird. Oft wird ein Token vor der offiziellen Veröffentlichung zu Sonderkonditionen an frühe Investoren verteilt. In dieser Phase versuchen Projekte, Interesse und Hype zu generieren, um eine starke Community aufzubauen und Liquidität für den eigentlichen Marktstart zu sichern.
Ein Real-World Asset stellt einen Vermögenswert der realen Welt dar, zB. ein Unternehmensanleihe, eine Immobilie, einen Rohstoff, ein Kunstwerk oder eine Maschine.
Durch NFTs kannst du Anteile an diesen greifbaren Dingen erwerben und wirst an der Preisentwicklung beteiligt.
In der Kryptowelt gibt es keine „Zinsen“ wie auf einer Bank, sondern die erhaltenen Belohnungen werden „Rewards“ genannt.
Der Begriff SAFU steht für „safe“, also „sicher“. Er wird oft verwendet, um zu sagen, dass Werte oder eine Plattform sicher sind. Der Begriff entstand 2018, als Changpeng Zhao, der Gründer von Binance, in einem Livestream sagte: „Funds are safe.“ Durch seine Aussprache klang es für viele Zuhörer wie „Funds are SAFU“, und daraus wurde ein Meme.
Später griff Binance den Begriff auf und gründete den "SAFU-Fonds" (Secure Asset Fund for Users) – ein Notfallfonds, der Kunden schützt, falls etwas passiert (zB. Hacks oder Insolvenzen).
Scam steht für ein Betrugs-Projekt, das von Anfang an als Abzocke, Betrug, Schneeballsystem geplant ist und nur dazu dient, die Projektersteller zu bereichern.
Unter einem Schneeballsystem versteht man ein Projekt, das nur funktioniert, wenn laufend neue Menschen dazukommen. Ein geschlossener Kreislauf, in dem Geld nur umverteilt wird, aber keine Komponente enthalten ist, die WERT erzeugt.
Im Kryptobereich läuft fast alles automatisiert ab. Damit das möglich ist, braucht es Software, die Transaktionen abwickelt, deine Token wechselt, Kryptowährungen von A nach B sendet, deine Daten speichert und die Gebühren und Belohnungen korrekt berechnet. Diese Software wird aber nicht von Menschen bedient, sondern läuft völlig automatisiert und nennt sich "Smart Contract", zu deutsch ein "intelligenter Vertrag".
Ein Stablecoin ist eine digitale Währung, die an den Vermögenswert mit geringer Volatilität gebunden ist. Die meisten bilden Fiat-Währungen wie Euro oder US-Dollar ab. Dadurch sind sie im Vergleich zu anderen Kryptowährungen relativ wertstabil. Beispiele: USDT, USDC, BUSD. Es gibt zB. auch Stablecoins, die an Gold gebunden sind.
Staken ist der Prozess des Haltens von Kryptowährungen in einer Wallet für einen gewissen Zeitraum, um die Operationen eines Blockchain-Netzwerks zu unterstützen. Im Gegenzug für das Staking kannst du Belohnungen in Form von zusätzlichen Coins erhalten. Dies ist häufig bei Netzwerken der Fall, die einen Proof of Stake (PoS) Konsensmechanismus verwenden.
Auf erhaltene Gewinne durch Kryptowährungen muss man Steuern zahlen. Es gelten die Gesetze des Landes, in dem man gemeldet ist / hauptsächlich wohnt. Je nach Land ist das sehr unterschiedlich.
In Österreich zahlt man – in den meisten Fällen – erst Kryptosteuer (einheitlich 27,5%), wenn man Kryptowährungen in FIAT-Geld (= Euro/Dollar/…) tauscht.
In Deutschland wird die Steuer ggf. schon zu einem früheren Zeitpunkt fällig, wenn man eine Kryptowährung in eine andere tauscht und dabei einen Gewinn macht. Dort ist allerdings – Stand 2024 – noch komplett steuerfrei, wenn man die Kryptowährung länger als 1 Jahr "hält" – also nur rumliegen lässt und nicht verkauft/tauscht. In Deutschland unterliegen die Gewinne allerdings dem individuellen Steuerprozentsatz. Momentan wird diskutiert, auch für Deutschland einen einheitlichen Prozentsatz einzuführen und die Steuerfreiheit fallen zu lassen.
Das Steuerrecht ist in jedem Land sehr individuell und je nachdem, durch welche "Methode" man die Kryptowährung erhalten hat gelten unterschiedliche Steuerregeln. Also auch in Österreich zahlt man für manche Vorgänge schon im Jahr des Erhalts der Kryptowährung die Steuer. Also leider in beiden genannten Ländern nicht ganz so einfach wie oben beschrieben. Da solltest du dich – am Besten mit einem versierten Steuerberater – gut einarbeiten und deine individuelle Situation checken.
Die Blockchain ist übrigens komplett transparent. Nicht nur du, sondern jeder – also auch das Finanzamt – kann alle Transaktionen nachvollziehen, wenn sie deine Walletadresse(n) kennt. Also Ehrlichkeit und Transparenz gegenüber dem Finanzamt macht in jedem Fall Sinn … ;-)
Für die Erstinfo kann ich für Österreich den Steuerguide empfehlen, den man sich kostenlos downloaden kann und der sehr verständlich und übersichtlich die Regeln erklärt: www.crypto-tax.at
Deutschland: Hier findet man die aktuellen gesetzlichen Steuerregeln für Krypto, damit kann man sich zumindest einen groben Überblick verschaffen: www.blockpit.io/de-de/steuer-guides
Für alle Krypto Neulinge ganz hilfreich: www.juhn.com/lp/krypto/
Beschreibt die Stufe, welche Berechtigungen du – zB. auf einer bestimmten Plattform oder Kryptobörse – hast.
Tier 1 ist dabei die Basis-Berechtigung, bei Tier 2 hast du zB. ein höheres Handelsvolumen oder Auszahlungslimit pro Tag, bei Tier 3 dann noch höher.
Gleichzeitig können damit auch Voraussetzungen verknüpft sein, also für Tier 2 brauchst du ein erweitertes KYC oder mehr hinterlegte Token.
Für Einsteiger reicht zB. auf einer Börse im Regelfall das Tier-Level 1.
Die genauen Limits und Bedingungen findest du auf der jeweiligen Internetseite.
Eine Kombination aus den Worten Token und Economy (Wirtschaft). Die Tokenomics helfen, die Eigenschaften von Angebot und Nachfrage einer Kryptowährung zu verstehen. Denn ein Token, der voraussichtlich eine bleibende Nachfrage haben wird (und auf der anderen Seite vielleicht sogar eine Verknappung ("Deflation") stattfinden wird, wird vermutlich gut "performen" – also eine gute Preissteigerung hinlegen. Auch hier gelten also die Grundlagen der allgemeinen Wirtschaft: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.
Total Supply (Gesamtangebot) bezeichnet die Gesamtmenge aller existierenden Coins oder Token einer Kryptowährung – abzüglich der Coins, die verbrannt wurden.
Beispiel für Total Supply:
Ein Projekt hat 100 Millionen Token erstellt. Davon sind:
80 Mio. im Umlauf (Circulating Supply).
10 Mio. in einem Staking-Contract gesperrt.
10 Mio. verbrannt (Burning).
Total Supply = 100 Mio. – 10 Mio. (verbrannte Coins) = 90 Mio. Coins.
Was ist bei der Bewertung der Total Supply wichtig?
- Je niedriger der Total Supply, desto knapper (und potenziell wertvoller) ein Coin.
- Wichtiger Faktor für Market Cap und Inflation.
- Gibt einen Hinweis für zukünftige Entwicklungen: Wenn viele Coins noch nicht im Umlauf sind, könnte der Preis in Zukunft beeinflusst werden.
Eine Kryptowährung in die andere umzutauschen nennt sich „traden“, also handeln. Das macht man auf einer Kryptobörse und geht mit einem Klick binnen Sekunden, rund um die Uhr. Je nach Börse zahlt man unterschiedliche Gebühren, meist aber nur ein paar Cent.
Das macht man, um einfach einen Tausch vorzunehmen, weil man zB. USDC hat, aber MATIC braucht.
Oder man betreibt das Trading zum Zweck, einen Gewinn dabei mitzunehmen.
Dabei gibt es verschiedene Arten:
- Day-Trading: Mehrmals pro Tag werden Kryptowährungen gekauft und verkauft, um den besten Profit mitzunehmen.
- Swing-Trading: Für einen Trade werden Auf- und Abwärtsschwankungen in einem Zeitraum von mehreren Tagen bis zu einigen Wochen betrachtet. Die Trades erfolgen immer innerhalb dieser Kurve.
- Langfristig: Coins und Token werden gekauft und langfristig gehalten ("gehodlt").
- ICOs: Kauf von Token VOR Ihrer Veröffentlichung an einer Kryptobörse. (Initial Coin Offering)
- Copy-Trading: Es wird die Strategie von einem anderen erfolgreichen Trader kopiert.
Eine Transaktion ist ein "Überweisung" von Kryptowährungen – also das Senden von digitalen Werten von einer zur anderen Adresse.
Der Begriff Use Case beschreibt den praktischen Nutzen oder die Anwendungsmöglichkeit einer Kryptowährung.
In der Krypto-Welt gibt es viele Projekte – aber nicht alle haben einen echten Nutzen. Ein guter Use Case bedeutet, dass eine Kryptowährung oder Blockchain eine reale Problemstellung löst und nicht nur reine Spekulation ist.
Beispiele für Use Cases in Krypto:
- Bitcoin (BTC) → Digitales Gold & Wertspeicher.
- Ethereum (ETH) → Smart Contracts für DeFi, NFTs & dApps.
- Polygon (MATIC) → Skalierungslösung für Ethereum (schnellere & günstigere Transaktionen).
- Stablecoins (USDT, USDC) → Kryptowährungen mit stabilem Wert für einfache Zahlungen.
Kriterien für einen guten Use Case:
- Löst ein reales Problem – Bringt die Blockchain-Technologie echten Mehrwert?
- Nachhaltige Nachfrage – Wird es langfristig genutzt oder ist es nur ein Hype?
- Technische Machbarkeit – Kann das Projekt wirklich funktionieren und wachsen?
Je besser der Anwendungsfall, desto wertvoller kann das Projekt langfristig sein.
Beim Vesting wird ein vorhandener Krypto-Wert nicht auf einmal, sondern aufgeteilt auf einen längeren Zeitraum ausgezahlt bzw. freigegeben, zB. 300 Tage. Dies dient im Regelfall dazu, den Tokenwert stabil zu halten: Wenn alle Menschen zugleich ihr Guthaben auszahlen (und verkaufen) würden, würde der Kurswert sofort einbrechen. Wenn dieser Prozess auf einen längeren Zeitraum gestreckt wird, können inzwischen auch wieder Käufe stattfinden, und so den Werte des Tokens ausgleichen und stabil halten.
Der Begriff volatil beschreibt in der Krypto-Welt die Schwankungsintensität von Preisen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Ein "volatiler Token" bedeutet, dass der Preis stark und schnell schwankt – sowohl nach oben als auch nach unten. Diese Preisschwankungen können innerhalb von Stunden, Tagen oder sogar Minuten auftreten und sind oft viel größer als bei traditionellen Finanzmärkten.
Warum ist die Krypto-Welt volatil?
- Positive oder negative Nachrichten über ein Projekt können zu schnellen Preisschwankungen führen.
- Im Vergleich zu traditionellen Märkten gibt es oft weniger Kapital, das den Preis stabilisieren könnte.
Wenn man auf Trading setzt, ist der Vorteil eines volatilen Tokens eine hohe Gewinnchance. Schnelle Preisbewegungen bieten die Möglichkeit, in kurzer Zeit hohe Gewinne zu erzielen. Der Nachteil ist das hohe Risiko. Große Preisschwankungen können auch zu schnellen Verlusten führen, wenn der Markt sich ungünstig entwickelt. Deshalb gilt es hier gut zu prüfen, bevor man sich auf ein Projekt einlässt.
Deine "Wallet" (Geldtasche) ist die Verwaltungssoftware für deine digitalen Werte. Deine Token und Coins liegen nie in deiner Wallet, sondern sind immer auf der Blockchain gespeichert. Die Wallet dient dabei als "Fenster", durch das du auf deine gespeicherten Vermögenswerte schauen – oder sie ggf. verschieben kannst. Die dafür nötigen Zugangsschlüssel sind auf der Wallet gespeichert.
Die meisten Kryptobörsen bieten eine Wallet an, es gibt aber auch eigenständige Wallets wie zB. Metamask oder Rabby.
Man unterscheidet zwischen Hotwallets und Coldwallets:
Eine Hot-Wallet (Online-Wallet) ist immer mit dem Internet verbunden. Sie kann über eine Internetseite oder als Handy- oder Desktop-App laufen. Diese Wallets speichern die privaten Schlüssel online.
Online-Wallets sind dafür bekannt, dass sie sehr bequem sind: Nutzer können darüber schnell und einfach auf ihre digitalen Vermögenswerte zugreifen. Allerdings sind sie im Vergleich zu Offline-Wallets anfälliger für Cyberangriffe und Hacks.
Eine Cold-Wallet (Offline-Wallet) speichert deine privaten Schlüssel offline. Da diese Wallets nicht mit dem Internet verbunden sind, sind deine privaten Schlüssel – und somit auch deine Vermögenswerte – vor Online-Bedrohungen besser geschützt.
Man unterscheidet drei Arten von Offline-Wallets:
- Paper-Wallet (Papier mit deinem Schlüssel und QR-Code)
- Deep-Cold-Storage-Wallet (zB. Speicherkarte in einem Bankschließfach)
- Hardware-Wallet (ein physisches Gerät, das deine privaten Schlüssel offline absichert)
Hardware-Wallets sind vom Internet getrennt und somit für Hacker, die versuchen, auf deine privaten Schlüssel zuzugreifen, nicht erreichbar. Beispiele für Hardware-Wallets sind der Ledger, Trezor, Tangem oder Bitbox.
Tipp: Bitte aus Sicherheitsgründen immer DIREKT BEIM HERSTELLER kaufen, nicht über Amazon oder andere scheinbar "günstige" Anbieter.
Solltest du deine Hardware-Wallet verlieren, dann ermöglicht dir deine Wiederherstellungsphrase den Zugriff auf deine Vermögenswerte.
Web 3.0 ist die nächste Evolution des Internets. Es basiert auf der Annahme, dass es sicher, dezentralisiert und frei von der Kontrolle von zentralen Instanzen und Organisationen ist.
Dabei wird mithilfe der Blockchain-Technologie, dezentralisierten Anwendungen (DApps) und NFTs versucht, eine neuartige, verschlüsselte Online-Sphäre zu erschaffen, wo Nutzer im Besitz ihrer eigenen Daten sind.
Web 3.0 ermöglicht es Nutzern, ohne eine zentrale Autorität untereinander zu agieren, Informationen auszutauschen und Zahlungen durchzuführen. Infolgedessen wird jeder Nutzer selbst Eigentümer seiner eigenen Daten und Inhalte. Gleichzeitig übernimmt er aber auch Eigenverantwortung für alle Prozesse.
Den Begriff "Werte" verwendet man für "Krypto-Geld". Kryptowährungen gelten rechtlich nicht als "Geld", deshalb verwendet man hier die Begriffe
- "(Krypto-)Assets"
- "Kryptowährung" oder eben
- "(digitale) Werte".
Ein White Paper ist ein Dokument, das beschreibt, was eine Kryptowährung tun soll und wie sie es erreichen wird. Es dient für den Überblick zu einem Coin oder Token, um ihn zu "verstehen", seinen Verwendungszweck kennenzulernen und Vertrauen zu gewinnen – und dann zB. die Entscheidung für oder gegen den Kauf zu treffen.